Ein kurzer Blick in die Geschichte

 

 

Wir erinnern daran, dass Ärzteschaft und Pharmaindustrie ab etwa 1830 Morphium als “nicht-abhängig-machenden Ersatz” für Opium propagierten. Ab etwa 1860 wurde Heroin als “nicht-abhängig-machender Ersatz” für Opium und Morphium propagiert. Bis 1917 wurde Heroin im deutschen Reich über Apotheken vertrieben. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts propagierten Ärzteschaft und Pharmaindustrie die Tranquilizer (Valium, Tavor, Adumbran usw.) als “nicht-abhängig-machender Ersatz” für die Barbiturate an. Erst als die Illustrierten ab Anfang der 80er Jahre ausführlich über süchtig gewordene Patient/inn/en berichteten, wurde in der Medizin eine Diskussion über dieses Problem geführt.

 

Heutzutage sind “atypische” Neuroleptika und die sogenannten Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer bei den Antidepressiva der Verkaufsschlager. Laut Aussage der Medizin machen sie im Gegensatz zu den Tranquilizern nicht abhängig.

 

Die Hetzjagd auf Opiat- und Haschisch-Konsument/inn/en begann in den 30er-Jahren nach der gescheiterten amerikanischen Prohibition. Der amerikanische Präsident F.D. Roosevelt hatte zwar das Alkoholverbot aufgehoben, doch die Rauschgiftdezernate wurden nicht aufgelöst und suchten sich neue Aufgaben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieses Papier steht unter www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de, dort Lesenswertes, im Internet.