Aktiventreffen 26.4.2003 in Bochum
Abschrift der gesammelten Stichworte der
Flipchart
Gruppe 1:
Thema: Möglichkeiten und Ziele der Selbsthilfe
Was macht Selbsthilfe aus?
Welche Voraussetzungen müssen gegeben
sein?
- Experte in eigener Sache werden
- Sich seiner Ideologie bewusst sein
- Autonome Hilfsstrukturen
- Erfahrungsaustausch
- Tauschbörse (Dienstleistung)
- Hilfe zur Eigenverantwortung
- Gegenseitige Unterstützung
- (Dialog mit Profis)
- Problembesprechung
- Informationsaustausch / Besuch von Fortbildungen /
Seminare
- Soziale Kontakte
- Offenheit / Verständnis > Vertrauen!
- Wiedererlangen von Selbstbewusstsein /
-vertrauen
- Schutz vor Wiedererkrankung
- "Blickrichtungswechsel" > weg vom Blick auf die
Krankheit
- Gemeinsamkeit / Solidarität
- Ursachenforschung
- Info zum Durchschauen / Berücksichtigen von
Zusammenhängen
>reagieren auf Situationen - z.B.: Stress
- Besonnenheit
- Akzeptanz / Gelassenheit
- (durch Beobachtung) Wahrnehmung für sich selbst
schärfen
- Eigenverantwortung / Selbstständigkeit üben und
lernen
- > Emanzipation
- > zunehmende Selbstbefähigung
- Besuche von Gruppenmitgliedern, wenn in der
Klinik
- Schutz vor Wiedererkrankung / Krisenbeistand
- Sport
> dies alles sind Punkte, die zur Arbeit nach
innen zu beachten sind
Äußere Arbeit:
- Eigene Interessen nach außen vertreten (z.B.:
Öffentlichkeitsarbeit, Gremien, Krankenkassen, Gemeinde,
Ämter
- Infostände
- Pressearbeit
- Schulprojekte
- Patientenkontakte, Ärzte, Pflegende, Angehörige
- Zeitung machen
- Informationsveranstaltung
- Rechtliche Stärkung / Beratung
- Beschwerdestelle
- Ombudspersonen
- Psychiatriebeirat
- Positive Arztliste
- Psychoseseminar
Was ist für eine SHG wichtig?
- Zusammenhalt
- Toleranz
- Rücksichtnahme
- Interessante Themen / Gestaltung
- Gleichberechtigung
- Gegenseitige Motivation / Anerkennung
- Aufgaben möglichst auf alle verteilen
- Spaß
- Jeder auf sich achten / Grenzen erkennen
- Positive Impulse
- Gemeinsame Ziele / Basis ausarbeiten
- Konfliktarbeit
- Wissen um die eigene Belastbarkeit
Gründung von Netzwerken:
Zweck:
- Informations- und Erfahrungsaustausch
- Einladungen (Informationsveranstaltungen, Jubiläen
etc.)
- Stärkung nach außen
- Nutzen von Ressourcen
- Unterstützung von Gruppenneugründungen
- Netzwerkkontakt zur LAG-NRW, so dass Forderungen
gestellt werden können
- Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit
> Effekt: SH-Arbeit wird
interessanter und effektiver
Gruppe 2:
Möglichkeiten und Ziele der Selbsthilfe
Was macht Selbsthilfe aus?
- Man sieht, man ist mit seinem Problem / Krankheit
nicht allein
- Informationen und Erfahrungen austauschen
- Freizeitgestaltung: Entspannung, Spaß und
Beschäftigung
- Unterstützung in der Krise
- Gegenseitige Unterstützung
- Eigene Grenzen kennenlernen
- Schonen von eigenen Ressourcen
- Förderung und Entwicklung von Selbstbewusstsein
- Erkenntnis von Ursachen
- Veränderung von Lebensmustern
- Ingangsetzen von Selbstheilungskräften
- Eigenannahme
- Sich gegenüber professionellen Helfern
emanzipieren
- Sich von künstlichen Klischees distanzieren
- Mit der Problematik auseinandersetzen
- Frühwarnzeichen erforschen
- Psychopharmakaproblematik
- Gedankenhygiene ohne "naiv" zu werden
- Förderung von neuen sozialen Kontakten
- Ziel: Experte in eigener Sache zu werden
- Informationen zur Erlangung von Zusammenhängen
- Besonnenheit
- Bereitschaft was zu verändern
- Wahrnehmung für sich selber schärfen
- Eigenverantwortlich vorgehen
Äußere Arbeit:
Politische Arbeit
Ausschüsse Bund, Land, Stadt
Parteien
Einflussnahme auf das psychiatrische System
Entwicklung von eigen Hilfesystemen
Gremien: Klinikbeirat, Psychiatriebeirat,
Koordinationsgremien
Öffentlichkeitsarbeit > Patienten >
Bevölkerung
Angehörigenarbeit von Betroffenen
Psychoseseminar
Entwicklung von eigenen Initiativen
Weglaufhaus
Informationsveranstaltungen
Aufbau eines alternativen psychiatrischen Systems
Qualitätskontrolle: Beschwerdestelle, Ombudsleute,
Besuchskommison
Schaffung von Arbeitsplätzen
Was ist wichtig für eine SHG?
Wir-Gefühl / Zusammenhalt
Toleranter Umgang, Akzeptanz
Rücksichtnahme auf Feinfühllichkeiten
Treffen interessant gestalten
Gleichberechtigung, keine Bevormundung
Gegenseitige Motivation
Eigeninteresse
Anerkennung von Leistungen
Gruppe soll Spaß machen
Aufgaben auf viele verteilen
Jeder soll auf sich achten (Überforderung)
Auf positive Impulse achten
Konfliktmanagment in der Gruppe
Störungen haben Vorrang
Offenheit
Vertrauensarbeit
Netzwerk:
Erfahrungsaustausch
Stärkung der eigenen Position
Assoziationsbrücken
Sammelstelle von Ideen / Entwicklung von Ideen /
Umsetzung von Ideen
Entwicklung von Initiativen
Informationsaustausch in beide Richtungen
Unterstützung von Gruppenneugründungen