Protokoll Block I Aktiventreffen Bochum, 26.04.2003
Vorstellungsrunde:
Aygül (Duisburg): SHG gegründet 2001, 6 Betroffene die regelmäßig teilnehmen.
Gelegentliche Einladung von Referenten, 1-2 mal im Jahr gemeinsames „essen gehen“.
M. (Velbert): SHG „Netz“ für Psychose Erfahrene, gegründet Oktober 2002,
5 Betroffene die regelmäßig teilnehmen.
Irmtraud & Vicky (Köln): SHG „Psychose“ gegründet 1999. Später Splittung der Gruppe in Befindlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Mitglied im „Kölner Netzwerk“.
Margot (Detmold): Angebot von insgesamt 5 Gruppen
SHG „Einheit Körper, Seele und Geist“ trifft sich wöchentlich, etwa 8 Teilnehmer. Geschlossene Gruppe.
SHG „Einheit Körper, Seele und Geist“ ebenfalls wöchentlich, etwa 14 Teilnehmer. Offene Gruppe.
„SonntagsZeit“ Offener Treff für Interessierte. Gemeinsames Frühstück und Textbesprech-ung. Meistens über 20 Teilnehmer. Alle 2 Wochen.
„Gestaltungsträume“ Gruppe die von einer selbst betroffenen Sozialtherapeutin angeleitet wird. Malen u.a. Alle 2 Wochen.
geplant: Gründung einer dialogischen Gruppe zum Austausch mit Angehörigen. Thema:“Was geht vor in Menschen mit psychischen Erkrankungen?“ ¼ jährlich.
Regina (Bonn): SHG „Psychiatrie-Erfahrene“ gegründet Februar 2003, 6 Teilnehmer die regelmäßig kommen. Geschlossene Gruppe die bisher mit Blitzlichtverfahren über Probleme und Erfahrungen arbeitet.
Holger (Mülheim): plant die Gründung einer SHG in Mülheim.
Hartmut (Leverkusen): SHG „Psychiatrie-Erfahrene“, gegründet 2002. Zwischen 6 und 11 Teilnehmer. Arbeit mit Blitzlichtrunden.
Petra (Essen): SHG „Psychiatrie-Erfahrene“ gegründet 1998, arbeiten mit Blitzlicht. Veranstalten alle 2 Wochen ein Psychoseseminar. Krisenpass und psychiatrisches Testament entwickelt.
Cornelius (Solingen): Gründung der Leverkusener SHG „Psychiatrieerfahrene“ und aufbauende Teilnahme an der Velberter SHG „Netz“ für Psychoseerfahrene.
Themenänderung: Was macht Selbsthilfe aus? – Welche Voraussetzungen müssen für effektive Arbeit gegeben sein?
II. Ziel: Um Experten in eigener Sache zu werden,
III. Bewußt werden der eigenen Ideale und Werte (Zitat Margot Loewe:“ Sich über eigene Ideologie bei der Gründung bewußt werden!“),
IV. Selbstbefähigung fördern, eigene Verantwortung übernehmen,
V. intensive Auseinandersetzung in offenen Gruppen,
VI. Aufbau autonomer SHG´s,
VII. Erfahrungsaustausch,
VIII. „Tauschbörse“ von Dienstleistungen bzw. Hilfestellungen,
IX. gegenseitige Unterstützung,
X. [eventuell] Dialog mit Professionellen,
XI. Problembesprechung,
XII. spezifischer und allgemeiner Informationsaustausch,
XIII. soziale Kontakte aufbauen bzw. erweitern,
XIV. soziale Kompetenzen entwickeln und fördern durch offenen und vertrauten Umgang miteinander,
XV. vertraute Atmosphäre schaffen,
XVI. Gemeinsamkeit und Solidarität bspw. durch gemeinsame Unternehmungen schaffen,
XVII. Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen wiedererlangen,
XVIII. Schutz vor Wiedererkrankung,
XIX. auf vorhandene Fähigkeiten und Stärken aufmerksam machen,
XX. Ursachenforschung,
XXI. Zusammenhänge zwischen einzelnen stabilisierenden und destabilisierenden Faktoren erkennen,
XXII. Akzeptanz der eigenen Krankheit,
XXIII. Selbstwahrnehmung verbessern,
XXIV. Eigenverantwortung lernen,
XXV. Emanzipation vor Ärzten, Profis und Institutionen durch Selbstbefähigung erlangen,
XXVI. Veränderungen besonnen angehen.
II. Antistigmakampagnen etc.
II. Probleme mit einem/einer Anderen aus der Gruppe: Es ist immer besser mit dem/der Anderen zu reden, als über ihn/sie.
III. Selbsthilfe in der Gruppe hat etwas mit Geben und Nehmen zu tun.
IV. Du kannst von dieser Gruppe nur profitieren, wenn Du etwas hinein steckst.
V. Die anderen interessieren sich nur für Dich, wenn Du Dich auch für sie interessierst.
(weitere Handzettel für die Teilnehmer: „Forderungen des BPE e.V., der LAG NRW und der SHG´s“,
„Selbsthilfekonzept für Psychose-Erfahrene“,
„Psychosoziale News“,
„Psychiatrie Aktuell“,
Infozettel „SHG für Psychiatrie-Erfahrene Leverkusen“).
kurze Vorstellung des Selbsthilfekonzeptes von Cornelius Kunst.
Ende Protokoll M. M.